Die lebendige Imagination


Besonders beliebt und besonders ausgeprägt ist die lebendige Imagination bei Kindern. Die Macht der Fantasie vermag da Möbel und Kartons in Burganlagen und bunte Puppen in lebendige Familien zu verwandeln. Und mithilfe der Vorstellungskraft werden große Lebensträume entworfen, nach dem Motto: "Wenn ich mal groß bin, dann..".

Durch das logische, funktionelle Denken in den Schulen wird allerdings nach und nach das träumerische Denken eingeschläfert und mit ihm meistens auch die Träume der Kindheit. Deren einst so lebendige Farben beginnen zu verblassen und der Zugang zu den darin liegenden Ideen und Gefühlen geht verloren. Und bei nicht wenigen Menschen führen diese Seelen-Träume einen lebenslangen Dornröschenschlaf tief im Innern.. es sei denn, sie werden aufgeweckt und verwirklicht.

Die Fähigkeit mithilfe der Vorstellungskraft zu imaginieren ist sozusagen angeboren. Daher kann sie auch nicht wirklich verloren gehen, sondern höchstens vergessen und ein wenig verlernt werden. Dann führt sie ein Dasein, wie ein verstaubtes, altes Buch, das vergessen irgendwo auf einem Dachspeicher in einem ungenutzten Bücherschrank steht.

Man braucht nur - bildhaft gesprochen - den Staub vom Buch zu wischen, sich in das Sonnenlicht zu setzen und etwas darin zu blättern, schon beginnen sich die inneren Bilder zu regen und die Fantasie wird mit ein wenig Übung wieder lebendig. Besonders geeignet sind dafür die Abendstunden und die Morgenstunden, solange es noch Dunkel ist. Die Dunkelheit regt die Fantasie an und man ist näher an den Stunden der nächtlichen Träume. Zusätzlich kann es hilfreich sein, sich entspannende und ruhige Musik anzuhören, wenn man das Träumen wieder erlernen möchte. Aufgrund ihres intuitiven Wesens erleichtert sie es, in die innere Bilderwelt einzutauchen.

Doch warum sollte man überhaupt wieder Träumen wollen, wie ein Kind?

Einerseits, weil Träume die Seele nähren und uns eine Vision ermöglichen von unserem Leben.

Visionen - wenn sie immer wieder genährt werden - erzeugen starke Gefühle und zeigen uns eine klare Richtung auf, wohin unser Herz sich sehnt. Das ermöglicht Zielorientierung, die wichtig ist, um zu wissen, wie man sein Handeln ausrichten soll.

Andererseits können wir über das Imaginieren bewusst und zielgerichtet verschiedene innere "Qualitäten" erzeugen, wie beispielsweise Freude, Entspannung, Geborgenheit und Sicherheit.


Im Winter beispielsweise kann es sehr hilfreich sein, intensiv vom Frühling oder von der Sommersonne zu träumen, wenn die Kälte und Dunkelheit drohen Überhand zu nehmen. Denn dadurch entstehen lichtvolle innere Bilder, die wiederum (mit etwas Übung) lichtvolle und zuversichtliche Gefühle auslösen. Damit lässt es sich weit besser durch dunkle Zeiten gehen, da man sich immer wieder erfrischen kann, in der eigenen Bilderwelt.


Daher:

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Träumen.. und falls Sie den Mut haben ihre Kindheitsträume wieder zu erwecken, wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei der Verwirklichung..


Ihr Daniel Techet




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