Der Tod

Der Tod beinhaltet eine unheimliche Dimension und viele Menschen fürchten sich vor ihm. Er hat etwas Verschlingendes und seine Unausweichlichkeit ist wie ein schicksalhaftes Portal, das letztlich Jeder zu passieren hat.

Es gibt wohl nichts im Leben was den Menschen vor so gewaltige Herausforderungen stellt, wie in einem sterbenden Körper die Auflösung des eigenen Ich zu erleben. Es ist wie das Stehen vor einer undurchdringlichen Mauer, die ohne Öffnung zu sein scheint und doch schiebt einen das Werden unaufhaltbar immer dichter und näher an sie heran. Und in dem Moment, in dem man glaubt zu ersticken, öffnet sich der dunkle Tunnel in den jeder Mensch ganz, ganz alleine gehen muss.


Wer sterbensähnliche Prozesse und Veränderungen im Leben gemeistert hat, der weis, dass Loslassen und Hingabe die einzigen Möglichkeiten sind, den ersten Schritt in dieses Unbekannte zu tun. Wer festhält, an seinem Leben und an den Menschen, die noch leben sollen, der wird gezwungen und der leidet und verzweifelt im Sterben, ehe er sich doch lösen kann.

Manchmal im Leben haben wir innere Prozesse, die einen kleinen Vorgeschmack erlauben auf das, was uns beim Sterben erwartet. Tiefgreifende Veränderungen, schwere Verluste aber wahrscheinlich auch existentielle Nöte und erschütternde Ereignisse wie zum Beispiel das Gebären eines Kindes als Frau haben Ähnlichkeit mit dem Sterben und auch eine Erfahrung, die wir alle schon einmal gemacht haben: Das Geboren-Werden.


Tod und Geburt sind nicht nur polare Gegenstücke, sondern haben auch große Ähnlichkeiten in ihrem Ablauf und in ihrer inneren Tiefe und Not. Nicht umsonst wird daher geraten bereits zu Lebzeiten das Sterben zu üben..

Glaubt man den Menschen, die bereits einmal als klinisch tot erklärt worden sind, dann wiederbelebt wurden und sich daran erinnern können, was hinter der dunklen Schwelle des Todes gelegen hat, so gibt es trotz aller Schmerzen und aller Furcht des Ausgelöscht-Seins Hoffnung für die, die bereits kurz vor dieser letzten Pforte stehen.


Letztlich wird jeder eines Tages selber wissen, was an diesem Punkt sein wird. An diesem letzten Punkt des menschlichen Daseins auf dieser schönen Erde, in diesem kurzen Leben.

Wichtig ist - so heißt es - bis dahin wirklich und gut zu leben.. dazu wünsche ich dir, lieber Leser, viel Mut und darin viel Erfolg!



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DT

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